Mit dem Seekajak am Wolfgangsee

08.07.2011 / Martin Klaushofer

Das Salzkammergut eignet sich sehr gut für Entdeckungsreisen mit Tourenkajaks. Martin und Rainer waren an einem Sonntagnachmittag unterwegs, hier ein kurzer Bericht von Martin - vielen Dank dafür!

Bericht von Martin Klaushofer:

Es ist zwar nicht mein erster Trip mit einem Seekajak, aber der letzte ist schon zwei Jahre her. Rainer und ich haben uns spontan für einen Kajak-Trip an den Wolfgangsee entschlossen. Sonnencreme eingepackt, Kajaks auf die Dachträger geschnallt und ab geht's ins Salzkammergut.

Am See angekommen dauert es ein Weilchen, bis die Kajaks vom Dach und über die Böschung hinab transportiert sind. Die gelben Dinger sind nicht zu vergleichen mit denen, die man sich stundenweise am Strandbad ausleihen kann und auch nicht mit den kleinen, wendigen Flußkajaks. Diese hier sind tourentauglich, also spurtreu und schnell, und bieten Stauraum etwa für Proviant und Camping-Equipment. Man kann damit auch am Meer oder in Fjorden fahren.

Auf den ersten Metern fühlt sich das schmale Boot, in dem ich sitze, noch recht wackelig an. Doch es wird besser. Mit jedem Paddelschlag gewöhnt sich mein Hirn etwas mehr an die neue Situation. Und das Kajak nimmt rasch Fahrt auf. Schneller als ich mir vorgestellt hatte gleitet das Boot über die Oberfläche des Wolfgangsees.

Trotz des unablässigen Seitenwindes kommen wir gut voran in Richtung Falkensteinwand - ein eindrucksvoller Felsen, der in einem 90 Grad Winkel aus dem See ragt. Es ist der perfekte Ort zum Klippenspringen - hier hat auch schon der Red Bull Cliffdiving Contest halt gemacht.

Gleich um die Ecke entdecken wir eine windgeschützte Bucht, die genau so viel Platz bietet, dass wir unsere Boote dort an Land ziehen. Sobald die Kajaks gesichert sind, erforschen wir die Umgebung zu Fuß. Im Wald neben der Bucht hat es sich ein Pärchen gemütlich gemacht. Wir wandern an ihnen vorbei hinauf zu den Absprungstellen der Klippenspringer. Der Absprung für Amateure ist ca. 18-20 m hoch, die Profispringer stürzen sich aus etwa 27 m in die Tiefe. Kaum zu glauben, dass von hier jemand springt, ohne sich ernsthaft zu verletzen.

Wir steigen wieder in unsere Boote und sehen uns den Felsen auch von unten an. Mit Rückenwind ist das Kajak noch um einiges schneller. Auf der Strecke Richtung St. Wolfgang entdecken wir eine versteckte Bucht mit kristallklarem Wasser. Man müsste schon eine Weile wandern, um sie zu Fuß zu erreichen. Ein paar Paddelschläge und wir sind schon wieder weiter.

Irgendwann drehen wir um und fahren zurück zum Auto, quer über den Wolfgangsee in Richtung St. Gilgen. Zum Abschluss versucht sich Rainer an einer Eskimorolle (politisch korrekt auch "Kenterrolle" genannt). Obwohl auch er längere Zeit nicht gepaddelt ist, klappt sie einwandfrei.

Völlig fertig aber auch vollkommen entspannt machen wir uns auf den Heimweg. Und wir freuen uns schon, die Bilder der GoPro-Kamera anzusehen, die am Kajak montiert war... :)

Bis bald, Martin

Bemerkung am Rande: Seit kurzem bietet Salzburg Adventures passenderweise See Kajak Kurse im Salzkammergut mit einem professionellen Guide an. Bei Interesse bitte einfach melden :-)



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